Den richtigen Ton zu treffen ist für jeden Redner das A und O und eine Pflicht -- ebenfalls für Musiker. Die Kür, das Wesentliche und Herausfordernde beginnt jenseits der Wiedergabe dessen, was auf dem Notenblatt sichtbar ist. Erst hier offenbart sich das Wahrhaftige der Musik. Mit diesem Leitgedanken inspirierte der legendäre Geiger Sándor Végh das 1952 von Bernhard Paumgartner gegründete Ensemble und prägte von 1978 bis zu seinem Tod 1997 die stilistische Identität der Camerata Salzburg. Es folgte Sir Roger Norrington, der von 1997 bis 2006 Chefdirigent der Camerata Salzburg war und dem Orchester weiterhin als Ehrendirigent eng verbunden ist. Leonidas Kavakos nahm die Position des Artistic Directors von 2007 bis 2009 ein.
Ausnahmeerscheinung
Mehr als 50 Jahre Orchestergeschichte ließen die Camerata zu einem traditionsreichen Kammerorchester reifen, das aus jungen, motivierten Musikern besteht, „die mit einem Engagement und einer Spielfreude musizieren, die ansteckend wirken ..." (Neue Zürcher Zeitung). Die Camerata Salzburg ist sowohl in musikalischer als auch in menschlicher und organisatorischer Hinsicht eine Ausnahmeerscheinung. So wie das Ensemble in alle Welt reist, repräsentiert es diese Welt in sich selbst. Aus über 20 Nationalitäten setzt sich hier ein Spiegelbild der Kulturen zusammen, vereint in der universellen Sprache der Musik. Dahinter steht enorme Leistung, zumal die mehr als 80 Konzerte pro Jahr überwiegend privat finanziert werden - in Europa eine Rarität.
In Search of Excellence
Unter dem Motto „In Search of Excellence" werden gemeinsam mit hervorragenden Dirigenten und Solisten oder auch unter der Leitung des Konzertmeisters, also ohne Dirigenten, Konzerte auf höchstem Niveau geboten. Diese sind geprägt vom Camerata-Klang, Ergebnis eines besonderen Musiziergeistes, der das Individualistische im Ganzen zur Philosophie erhebt. Jeder Einzelne lebt das Bewusstsein und die Verantwortung für das Gesamte.
Gäste der Saison 2011/12
So ist es nicht verwunderlich, dass eine Vielzahl international bekannter Künstler gerne der Einladung des Orchesters folgen. Zu den Gästen gehören in der Saison 2011/12 Louis Langrée, Alexander Janiczek, Thomas Zehetmair, Alexander Lonquich, András Schiff, Rene Jacobs, Hilary Hahn, Richard Tognetti, Julian Rachlin, Heinrich Schiff, Fazil Say, Patricia Kopatschinskaja, Stefan Vladar, Peter Simonischek, Hans-Jörg Schellenberger, Yu Kosuge und viele andere.
Salzburg, Europa und der Rest der Welt
Gastauftritte führen die Camerata in dieser Saison unter anderem nach Rumänien, Russland, England, Italien, in die Schweiz, in die Türkei, in den Oman, nach Ungarn und nach Deutschland. Regelmäßige Einladungen zur Mozartwoche in Salzburg und zu den Salzburger Festspielen runden die Aktivitäten ab. Ein weiteres Highlight wird das von der Camerata organisierte Festival "Begegnung" vom 3. bis 6. Mai 2012.
Fixpunkte
Etablierte Fixpunkte sind neben den regelmäßigen Auftritten bei den Salzburger Festspielen die Abonnementkonzerte in Salzburg sowie gemeinsam mit dem Wiener Konzerthaus programmierte Konzerte.
60 Jahre auf höchstem Niveau
Die Camerata Salzburg steht seit nunmehr 60 Jahren für Musikkultur auf höchstem Niveau.
Wir Musiker fühlen uns einerseits dieser Tradition verpflichtet und wollen sie andererseits immer wieder mit neuem Leben und neuen Ideen erfüllen. Bewahren wollen wir auch den kammermusikalischen Zugang zur Musik, der uns viel Möglichkeit zum mitgestalten und erhöhte Verantwortung für das künstlerische Ergebnis beschert, aber auch ein großes Maß an Engagement abverlangt. Wir freuen uns, dass wir auf diese Weise mit den herausragenden Künstlern unserer Zeit in direkte, spannende musikalische Dialoge treten dürfen. Gerne spielen wir, geführt von unseren Konzertmeister(inne)n, mit Solisten und freuen uns ebenso mit Dirigenten zusammen zu arbeiten, die uns an der Musik partnerschaftlich teilhaben lassen. In diesem Sinne spielen wir keine „Orchesterdienste" sondern freuen uns auf das gemeinsame Musizieren.
Mehr als 20 Nationen
Wir suchen das Besondere in der Musik, musikalische Abenteuer und neue Hör-Erlebnisse in den Orchesterwerken, im klassischen Kammerorchesterrepertoire sowie in der chorischen Umsetzung von Kammermusikwerken. Wir erachten es als Privileg, dabei Musik aus verschiedensten Epochen erleben und gestalten zu dürfen. Im Zentrum steht dabei von je her die Interpretation von Werken der Wiener Klassik und der Romantik, aber darüber hinaus gibt es interessante Exkursionen sowohl in die Barockzeit als auch in die Moderne bis hin zu zahlreichen Uraufführungen. Als Salzburger Orchester wirken wir regelmäßig bei den Produktionen der Internationalen Stiftung Mozarteum (Mozartwoche/Dialoge) und der Salzburger Festspiele (Konzert/Oper) mit. Zudem veranstalten wir einen eigenen Doppelabonnement Zyklus im Großen Saal des Mozarteums.
Darüber hinaus führen uns Tourneen, Festivals und Opernengagements in die ganze Welt. So international wie unser Konzertkalender ist auch die Herkunft unserer Musiker. Mehr als 20 Nationen sind in unserem Ensemble vertreten, die die Leidenschaft für die Musik in Salzburg zusammenführt.