Teodor Currentzis

Geboren in Griechenland zog Teodor Currentzis in den 1990er-Jahren nach Russland, wo er sein Studium im Fach Dirigieren bei Ilya Musin am Staatlichen Konservatorium in St. Petersburg begann. Derzeit ist Teodor Currentzis Künstlerischer Leiter am „Perm State Opera and Ballet Theatre“ wie auch Künstlerischer Leiter des Ensembles MusicAeterna und des Kammerchors MusicAeterna, die beide 2004 – während seiner Zeit als Musikdirektor an der Staatsoper in Novosibirsk – gegründet wurden. MusicAeterna, nun in Perm ansässig, wurde zum ersten Orchester der Permer Staatsoper ernannt, wo es in der aktuellen Saison „La Traviata“ unter der Regie von Robert Wilson aufführt. Neben Konzerten in St. Petersburg und Moskau führten in der Saison 2015/16 Aufritte nach Europa: darunter eine Rheingold-Neuinszenierung bei der Ruhrtriennale, konzertante Aufführungen der Da-Ponte-Opern in Dortmund, sowie eine Tournee mit Patricia Kopatchinskaja mit Stationen in Berlin, Wien, Zürich und Rotterdam. In den vergangenen Spielzeiten debütierte MusicAeterna beim Festival d’Aix-en-Provence, dem Lucerne Festival zu Ostern, dem Helsinki Festival, dem Klarafestival in Brüssel, im Radialsystem Berlin, in der Berliner Philharmonie, in der Cité de la Musique in Paris, im Festspielhaus Baden-Baden, bei den Bregenzer Festspielen, im Musikverein Wien und im Concertgebow Amsterdam.

Neben seinen Verpflichtungen in Perm ist der Teodor Currentzis auch mit zahlreichen anderen Orchestern zu erleben. Höhepunkte der aktuellen Saison umfassen u. a. eine Neuproduktion von Schostakowitschs „Lady Macbeth von Mzensk“ am Opernhaus Zürich und eine Tournee mit Patricia Kopatchinskaja und dem SWR Baden-Baden.

Mit der Gründung des progressiven Territoria Modern Art Festival, das seit 2006 jährlich in Moskau stattfindet, vereinte Teodor Currentzis sein Wissen und seine Leidenschaft für Alte Musik mit zeitgenössischen Komponisten und Neuer Musik.

Teodor Currentzis erhielt 2015 den begehrten KAIROS-Preis, mit dem europäische Künstler und Wissenschaftler aus den Bereichen bildende und darstellende Kunst, Musik, Architektur, Film, Fotografie, Literatur und Publizistik ausgezeichnet werden. Teodor Currentzis wurde mehrmals mit dem renommierten „Golden Mask“-Preis ausgezeichnet. Erst 2015 erhielt das „Perm Opera and Ballet Theatre“ fünf „Golden Masks“ für die Produktion von Purcells „The Indian Queen“. Eine dieser Auszeichnungen ging an Teodor Currentzis selbst: in der Kategorie „Bester Operndirigent“. Auch 2013 hatte das Opernhaus vier Auszeichnungen erhalten, darunter die Kategorien „Bester Operndirigent“ und „Bester Ballettdirigent“. Des Weiteren erhielt Teodor Currentzis die Auszeichnung als bester Operndirigent für sein Dirigat von „Wozzeck“ am Bolschoi-Theater 2009, eine Auszeichnung für die Aufführung von Prokofjevs „Cinderella“ im Jahr 2007, sowie 2008 für „Le Nozze di Figaro“ eine Auszeichnung für herausragende Leistungen im Bereich der historischen Aufführungspraxis.