Biografie

Die CAMERATA Salzburg

MUSIKBOTSCHAFTER DER MOZARTSTADT

Die CAMERATA Salzburg zählt zu den führenden Kammerorchestern im weltweiten Musikleben. Das Orchester erhält regelmäßig Einladungen in die bedeutendsten Klassik-Spielstätten von New York bis Beijing, von Paris bis Wien. In ihrer Salzburger Heimat tritt die CAMERATA das ganze Jahr hindurch mit einer reichen Konzerttätigkeit in Erscheinung. Hierzulande ist das Kammerorchester eines der Stammensembles der Salzburger Festspiele (Sommer und Pfingsten) und der Mozartwoche. Außerdem hat die CAMERATA seit vielen Jahrzehnten einen eigenen Abonnementzyklus im Großen Saal der Stiftung Mozarteum.

 

Im Zentrum des Repertoires steht natürlich das Schaffen des Genius loci Wolfgang Amadeus Mozart sowie Werke von Joseph Haydn, Ludwig van Beethoven und Franz Schubert. Es ist vor allem der typische „Salzburger Mozart-Klang“, der die CAMERATA über viele Jahre hinweg zu einem Kulturbotschafter und internationalen Aushängeschild der Mozartstadt Salzburg werden ließ. Regelmäßig weitet die CAMERATA ihre Programme auch auf Musik der Romantik wie Kompositionen von Schumann, Mendelssohn und Tschaikowski sowie der klassischen Moderne wie etwa Werke von Bartók, Britten und Strawinski.

Internationale Höhepunkte der vergangenen Jahre waren Auftritte beim Festival de Pâques Aix-en-Provence, beim Rheingau Musik Festival und beim Schleswig-Holstein Musik Festival sowie in der Carnegie Hall in New York. Eine besondere Verbindung besteht mit regelmäßigen Konzerten zur Tonhalle Zürich, zur Alten Oper in Frankfurt, zum Kultur- und Kongresszentrum Luzern, dem Prinzregententheater München sowie zur Kölner Philharmonie und der Philharmonie de Paris. In Österreich ist das Wiener Konzerthaus ein wichtiger und treuer Partner. In den Sälen der der traditionsreichen Institution spielt die CAMERATA mehrere Konzerte pro Saison.

Schon bei der Gründung im Jahr 1952 durch Bernhard Paumgartner war das künstlerische Credo eines jeden einzelnen Orchestermitgliedes klar: Musizieren in Eigenverantwortung mit Gemeinschaftssinn. Eine Maxime, die das Orchester und seine Mitglieder bis heute leben. Als die größten Inspiratoren und langjährigen Leiter prägten Bernhard Paumgartner und Sándor Végh den weltberühmten Klang der CAMERATA. Nach Véghs Tod beeinflusste Sir Roger Norrington als Chefdirigent das Orchester nachhaltig. Heute ist Sir Roger Conductor Laureate der CAMERATA. Seine Nachfolger als künstlerische Leiter waren der griechische Geiger und Dirigent Leonidas Kavakos und der französische Dirigent Louis Langrée.

Seit 2016 haben die Musiker:innen der CAMERATA die künstlerische Leitung in die eigenen Hände genommen. Das Orchester wird alternierend von seinen beiden Konzertmeistern, dem israelisch-russischen Geiger Gregory Ahss und dem venezolanisch-italienischen Geiger Giovanni Guzzo, als jeweiliger „primus inter pares“ geleitet. Die Musikerinnen und Musiker suchen in ihrer gemeinsamen Arbeit nach Interpretation, deren Feinheiten und Nuancen, nach Volumen, Rhythmus und Klang. So bewahrt sich die CAMERATA auch im siebten Jahrzehnt ihres Bestehens eine „Spielfreude, die ansteckend wirkt“ (Neue Zürcher Zeitung) und „getragen von einem Gemeinschaftssinn, der ans Magische grenzt“ (Der Standard). Regelmäßig lädt die CAMERATA auch bedeutende GastdirigentInnen zur Zusammenarbeit ein.

Herausragende Musikerinnen und Musiker wie Géza Anda, Clara Haskil, Heinz Holliger, Alfred Brendel, Philippe Herreweghe, Franz Welser-Möst, Pinchas Zukerman, Anne-Sophie Mutter, Teodor Currentzis, Matthias Goerne, Fazıl Say, François Leleux, Renaud Capuçon, Yuja Wang und Hélène Grimaud konzertierten und konzertieren regelmäßig mit der CAMERATA.

Im Laufe von mittlerweile beinahe siebzig Jahren machte die CAMERATA viele Platten- und CD-Einspielungen bei renommierten Labels wie der Deutschen Grammophon, DECCA, Sony oder Warner Classics. Kultstatus genießen zwei Gesamteinspielungen von Mozarts Klavierkonzerten mit Géza Anda bzw. András Schiff als Solisten. Im Oktober 2020 erschien bei der Deutschen Grammophon eine CD unter dem Titel „The Messenger“ gemeinsam mit der Pianistin Hélène Grimaud, auf der Solistin und Orchester nicht nur Botschaften von W. A. Mozart, sondern auch von dem ukrainischen Komponisten Valentin Silvestrov aussenden.

Die CAMERATA, in ihrer heutigen Besetzung, besteht aus Musikerinnen und Musikern aus mehr als 20 Nationen.

„DIE CAMERATA SPIELT GROSSE SYMPHONISCHE WERKE OHNE DIRIGENT, … GETRAGEN VON EINEM GEMEINSCHAFTSSINN, DER ANS MAGISCHE GRENZT.“ – Der Standard